Wenn ich eins weiß, dann das nichts in Stein gemeißelt ist – nichts ist Gewiss, nichts hält ewig. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass nichts Gewiss ist. Nichts hält ewig. Uppsi – ein Paradoxon? Für mich nicht.
Jede unserer Höhen und Tiefen oder Erfolge und Niederlagen sind nur temporär. Auf meinem Fuß steht ein Schriftzug, der mich an diesen Widerspruch erinnern soll: This too shall pass. (dt: Auch das wird vorüber gehen) Für die meisten hat dieser Satz einen negativen Beigeschmack. Ich im Gegenteil sehe ihn als Ansporn. Wenn nichts für immer ist – dann haben wir unsere Zukunft tatsächlich in der Hand. Es ist Fakt. Keine Neujahrsfloskel, kein Motivationsklischée. Wir entscheiden, wie lange wir uns einem Gefühl hingeben wollen und wie viel Energie eine Situation uns abverlangt. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, das man das Jetzt nicht nur selbst erschaffen, sondern vor allem schätzen sollte. Den Moment genießen darf. Denn er kommt definitiv nicht wieder.

Ich bin der festen Überzeugung, das der menschliche Geist Berge versetzen kann. Nicht umsonst habe ich einige meiner Erfolge nur starker Willenskraft zu verdanken – denn mit Talent wurde ich in wenigen Bereichen gesegnet. Passend zum Neustart des Jahres möchte ich dir hier 5 Ratschläge geben, wie du nicht nur Zuschauer deines Lebens bist, sondern aktiv auf deine Ziele hinarbeiten kannst.

1. Schreib dir 3 kleine und 1 großes Ziel auf!

Wie bitte? Ziele schriftlich festlegen? Wieso das denn, sind wir hier in der Schule?
Nein – aber z.B. hat eine Studie bewiesen, dass Menschen, die ihre Ziele schriftlich definieren, eher dazu geneigt sind, sie zu erreichen. Es hilft nicht nur zur Visualisierung des Ziels zu einem späteren Zeitpunkt, sondern setzt in dir auch einen Denkprozess in Gang, in dem du dein Mindset auf die neue Situation vorbereitest. Im Laufe des Jahres mag es von Zeit zu Zeit schwer sein, an seinen Zielen festzuhalten. Du wirst eine Phase erleben, in der du am liebsten alles an den Nagel hängen würdest. Die Zielsetzung hilft dir, am Ball zu bleiben. Nur, wer einen Plan davon hat, wohin er möchte, wird den Weg dorthin finden.
Jedes Jahr setze ich mir 4 Ziele: 3 davon sind kleine Ziele, die mir zwar nicht in den Schoß fallen, aber machbar sind. Kleine Meilensteine, die das Selbstbewusstsein pushen und mir zeigen, das eine Veränderung möglich ist. Hinzu kommt 1 unglaublich großes Ziel – von dem die meisten behaupten, dass man es nicht erreichen kann. Es gibt keinen Plan B.

2. Reflektiere und wachse an Vergangenem

Es ist Zeit, den eigenen Dämonen zu begegnen. Ich behandele sie mittlerweile schon wie einen alten Freund, trinke Tee mit ihnen und wir diskutieren regelmäßig über das Weltgeschehen. Wieso? Weil deine eigenen Dämonen dein größter Kritiker sind. Und wenn Kritiker eins gut können, dann ist es Optimierung voranzutreiben. Biete deinem inneren Schweinehund einen Keks an und frag ihn als Gegenleistung, was er letztes Jahr am liebsten gemacht hat. Auf dem Sofa liegen? Fernsehen gucken? Deadlines verzögern? Freunden nicht antworten? Zu wenig für deine Gesundheit machen? Hast du dich immer noch nicht hingesetzt, und einen Businessplan erstellt? Wolltest du deine Fähigkeiten in den letzten 12 Monaten nicht ausbauen? Achtung – hier könnte die Falle zuschnappen. Diese Befragung darf dich nicht dazu veranlassen, in Selbstzweifel zu fallen. Sie sollten eher ein Ansporn dafür sein, welche Dinge du in diesem Jahr optimieren musst. Ich spreche bewusst von einer Optimierung und nicht davon, diesen Angewohnheiten für immer Lebewohl zu sagen. Schließlich tut es gut, einfach mal abzuschalten. Du solltest allerdings für dich entscheiden, wann das Abschalten deine Produktivität mindert oder steigert.

3. Wo ist dein Rudel?

Nun hast du dir eine Minute Zeit genommen, um in dich zu lauschen und deine Ziele festzulegen. Der nächste Schritt ist, dein Umfeld anzupassen. Ich möchte es einmal ganz einfach formulieren: Wenn eine Blume nicht gedeiht, wird ihre Pflege und/oder der Standort verändert. Nicht die Blume selbst. Wenn du deine Fähigkeiten wirklich entfalten und in deinen Wunschzielen voran kommen möchtest, brauchst du Menschen, die dich unterstützen. Aber viel wichtiger ist, das du keine Menschen brauchst, die dich hindern, sie zu erreichen. Menschen die wie ein Anker sind und dich runterziehen anstatt aufzubauen, haben in deinem Leben nichts verloren. Keine Diskussion. Schätze die Menschen, die dir Rückhalt geben und an dich glauben. Suche dir Gleichgesinnte, die ähnliche Ziele verfolgen oder sie bereits erreicht haben. Der folgende Spruch mag bereits ausgelutscht sein, weil er in der letzten Zeit von einigen Motivationstrainern gebraucht wurde, aber das mindert nicht seine Wahrheit. John Rohn sagt nämlich: „Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen mit denen Du die meiste Zeit verbringst.“ – also such dir gut aus, wer zu deinem Rudel gehört.

4. Eine Person verdient deine Liebe ganz besonders: Du selbst!

Wir haben nur einen Körper und er ist das Kapital, das uns allen gegeben wurde. Wir entscheiden über sein Potential, seine Energie und sein Durchsetzungsvermögen. In deinem Leben wirst du die meiste Zeit mit dir selbst verbringen – also sorge dafür, dass du zu einem Menschen wirst, den du selbst magst. Nimm dir immer mal eine Auszeit, um ein Gespräch mit deinem Herzen zu führen. Mit deinem Schweinehund – den inneren Zweifeln – beschäftigst du dich immer hin genug. Was oft viel zu kurz kommt, ist die Selbstliebe, die du mit dir teilen musst. Du verdienst es, glücklich zu sein. Das bedeutet zum Beispiel, dass du dich gesund ernähren solltest. Auch dein Gehirn sollte ausgewogen ernährt werden: Füttere es mit Wissen und deinen Interessen. Balance bedeutet nicht, ständig den besten Weg zu wählen. Balance ist, eine Tüte Chips (oder, Ladies, Schokolade ;) genauso gerne zu essen wie Salat. Balance ist, über die Uhr zu arbeiten, aber sich auch mal eine Auszeit zu gönnen. Balance ist, nach einem schlechten Tag wieder mit einem Lächeln aufzustehen. Behandele dich gut.

5. Wähle deine Gedanken sorgfältig

All diese Ratschläge stehen und fallen mit dem finalen, fünften Punkt: Deinem Mindset.

Egal, ob du denkst, das du es schaffst oder nicht schaffst – du wirst in jedem Fall recht behalten. 

Das behauptete Henry Ford und er bringt es damit auf den Punkt. Ein Gedankenmuster ändert sich nicht über Nacht. In der Regel benötigen wir eine lange Routine, um frischen Wind in unsere Köpfe zu kriegen. Wenn du 2017 also genießen möchtest und beruflichen Erfolg oder ein positiveres Privatleben anstrebst, dann kann dies nur funktionieren, wenn du deinen Kopf dahingehend umprogrammierst. Als Selbstexperiment würde ich dir gerne vorschlagen, einen ganzen Tag lang positiv zu denken. Du wirst erstaunt sein, wie schwer es einem fällt, das Negative durch Potential für Möglichkeiten zu ersetzen. Wenn du einen Tag gemeistert hast, probiere es mit 3 Tagen in Folge. Und danach mit einer ganzen Woche. Du wirst überrascht sein, was sich alles verändert hat.

Fazit

Ich weiß am Besten, das eine positive Grundeinstellung und Durchhaltevermögen beides keine Spaziergänge sind. Besonders jetzt in der trüben Jahreszeit verfallen viele Menschen der Winterdepression. Du wirst Hochphasen erleben, aber wie am Anfang erwähnt wurde, ist nichts für die Ewigkeit (außer vielleicht mein Tattoo auf dem Fuß – uppsi). Man braucht Mut, um seinen eigenen Weg zu gehen und dieser kann viele Gesichter haben. An manchen Tagen kann Mut ganz schön laut brüllen und dich viele Schritte näher an dein Ziel bringen. Manchmal ist es aber auch nur die leise Stimme am Ende eines langen Tages, die dir selbst verspricht, es morgen nochmal erneut zu versuchen. Wichtig ist, dass du deine Ziele (1.) nicht aus den Augen verlierst und dir immer wieder ins Gedächtnis rufst, wofür du das ganze machst: Für dich ganz allein – weil du es verdienst.

Ich wünsche dir ein großartiges 2017!

Deine 

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Written by Carina Maiwald
Carina hat vor einiger Zeit ihr Herz verloren. Erst an Pferde, dann an die Fotografie. Ihre dritte Leidenschaft, das Reisen, fügt alles zu ihrer persönlichen Definition eines selbstbestimmten Leben zusammen. Ihre Fotografien sind preisgekrönt und erscheinen international in verschiedenen Medien, u.a. National Geographic und CNN. Im Jahr 2016 wurde sie gleich Zwei mal unter die "Top 10 Pferdefotografen weltweit" gewählt. Auf diesem Blog teilt Carina nicht nur ihre Texte und Fotos - sondern vor allem ihre Erfahrungen und Gedanken. Eine ausführliche Beschreibung findest du hier auf der "Über Carina"-Seite.